Rotwein – Die Königsklasse

„Rotwein her! Um das Herze zu erwärmen,
wenn ich trinke, will ich schwärmen.
Nur von besten Rebenhügeln
wächst der Wein zu Lebensflügeln … Rotwein her!“

Johann Wolfgang von Goethe

 

Der Weinbau reicht bis in früheste Kulturen zurück. Um Rotwein einzugrenzen, seien die Rebsorten festgehalten: rot, aber auch schwarz oder blau in der Optik wie Blauer Zweigelt oder Black Muscat müssen diese sein. Allerdings ist bekannt, dass man auch aus roten Reben Weiß- oder Roséwein erzeugen kann.

Hier greift die Art der Vergärung, nämlich die Maischegärung, in der die Farbstoffe aus den Schalen, Kernen und Rappen (Stengeln) der Trauben gelöst und in den Wein gelangen. Weißwein aus roten Reben, ein „Blanc de Noir“ wird hergestellt, indem vorsichtig gepresst und der Most schnellstmöglich von den Schalen getrennt wird. Roséweine sind Mischungen oder entstehen durch die Saignée-Methode, wobei die Trauben unter ihrem eigenen Gewicht „ausbluten“ und der Most später vergärt. Rotweine gedeihen in warmen Gegenden, allerdings werden in den meisten Weinregionen Weiß- und Rotweine angebaut. Welche besser gelingen, liegt eher an Traditionen, Boden und den Rebsorten, die in diesen Landstrichen zuhause sind. So bringt die klassische Weingegend Burgund die teuersten Weißweine der Welt und zumindest die besten Pinot Noirs auf den Markt. In der deutschen Pfalz sind es seit Jahren die kräftigen internationalen Reben wie Merlot und Syrah, die dem Riesling Konkurrenz machen, und in Chile sorgen ebenso wie die heißen Tage auch die kühlen Nächte dafür, dass die Rotweine gelingen.

Im Wandel der Zeiten verdrängt in den letzten Dekaden eher der Rotwein den Weißwein, das liegt nicht nur am Trinkverhalten der weltweiten Klientel, sondern auch am weltweiten Klimawandel. So gibt es Hochrechnungen, dass Brandenburg, in dem bis dato nicht allzu viel Wein, und wenn dann weiße Trauben angebaut wurden, in vielleicht 50 Jahren eine Rotwein-Region sein könnte.

Aus der Toscana in den Piemont

In Italien lassen sich die klassischen Anbaugebiete, die Toskana und Piemont, von den anderen Regionen trennen, wenn man Preis, Qualität und Prestige als Parameter nimmt. Aber auch in Frankreich – die größten französischen Rotweine kommen aus den zwei bekanntesten Anbaugebieten, dem Bordeaux, an der westlichen Atlantikseite, rechts und links des Flusses Gironde, und dem Burgund, einem von Nord nach Süd gestrecktem Landstrich zwischen Dijon und Lyon. Auch deutscher Rotwein ist nicht durchsichtig oder „schwach auf der Brust“. Schon lange produzieren deutsche Winzer von Saale Unstrut bis ins Badische aus den bekannten Reben Dornfelder, Lemberger und Spätburgunder – aber auch aus den internationalen Importen wie Merlot, Cabernet Sauvignon und sogar Syrah und Tempranillo – großartige Weine mit Tiefgang und Charakter. Auch wenn gerade die neuen Rebsorten in der Kritik stehen, die Traditionen zu brechen und Kopien der französischen oder spanischen Originale zu sein, haben diese Weine eine Daseinsberechtigung – ganz einfach, weil viele sehr gut gelungen sind.

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