Zigarren – eine Leidenschaft

Falls ich im Himmel keine Zigarre rauchen kann, gehe ich nicht dahin

Mark Twain

 

Der süße blaue Dunst

Klassische Zigarren sind die Sumatras, die Brasil-Zigarren und die sicherlich populärsten und zugleich besten – die Havannas. Was früher eher Herren vorbehalten war und als sehr gesetzt galt, ist heute sogar bei Damen angesagt. Je nach Land war Zigarrenrauchen mehr oder weniger Teil der Kultur. In Spanien beispielsweise war der Anteil traditionell größer als in Nordeuropa. In Sevilla, Barcelona oder Madrid lag der Duft von Zigarren und Zigarillos allgegenwärtig in der Luft. Man denke auch an die Oper Carmen von Bizet, deren berühmteste Szene in der tabacalera, in der Zigarrenfabrik, spielt. Auch in Amerika war die Zigarre als Genuss- und Luxussymbol immer präsent.

 

Der Genussmoment

Es gibt Gründe, warum ein Mann von Welt eine edle Zigarre zu schätzen weiß. Eine Hommage an feinwürzigen Tabak und den Duft von Cognac, Süße und Holz.

Der Moment des Genusses ist gekommen: Wenn nach dem Dinner die Teller des Hauptgangs abgetragen wurden, die Serviette abgelegt und in der richtigen Reihenfolge die frischen Aromen bei Aperitif und Vorspeise, die hellen und feinwürzigen Eindrücke bei Fisch, Zwischengericht und Weißwein und die satten kräftigen Geschmäcker bei Fleischgang und Rotwein voll ausgekostet sind, kommt die Frage nach dem weitern Verlauf des Abends. Das Dessert gibt noch etwas Süße am Gaumen, es wird noch etwas Rotwein serviert. Und wer sich schon seit einigen Gängen auf den heimlichen Höhepunkt des Abends freut, – eine gut reifegelagerte Zigarre aus der Kabinettkiste – , tut sich schwer, noch bis zum Cognac oder Brandy zu warten. Der Genießer trinkt das letzte Glas Rotwein mit den ersten Zügen seiner großformatigen Zigarre. Und er tut gut daran, denn gerade das erste, zurückhaltendere Drittel einer guten Zigarre passt besser zu Tanninen und satter Frucht, als das vollere, würzigere Raucherlebnis ab der Hälfte der Zigarre.

 

Berühmte Zigarren-Liebhaber

Die Liste an berühmten Persönlichkeiten, an Politikern, Schauspielern und Intellektuellen, die als Aficionados bekannt sind, ist lang. Otto Graf von Bismarck wird dieses Zitat zugeschrieben: „Man sollte immer erst eine Zigarre rauchen, ehe man die Welt umdreht“. Das Umdrehen der Welt, dazu hat Bismarck zu seinen Lebzeiten im 19. Jahrhundert sicherlich beigetragen. Nach Bismarck ist heute auch eine Zigarrenmarke benannt. Während der Friedensverhandlung mit dem französischen Außenminister Jules Favre nach dem deutsch-französischen Krieg 1870/71 soll er eine Zigarre zwischen den Fingern gehabt haben. Auch Katharina die Große soll Zigarren mit Seidentüchern umwickelt und genussvoll geraucht haben. Che Guevara schien sich eine Revolution ohne sie kaum vorstellen zu können. Und so angespannt das Verhältnis der USA zu Cuba war, so gerne rauchte John F. Kennedy Zigarren. Und Winston Churchill war ein so begeisterter Liebhaber, dass die Firma Romeo y Julieta sogar eine Zigarre nach ihm benannte. Unter den Frauen war auch die Schauspiel-Ikone Marlene Dietrich, die gerne eine Zigarre genoss. So könnte die Liste an Staatsmännern und Berühmtheiten bis heute noch sehr lange weiter geführt werden.

 

 

Die Anfänge des Zigarren-Rituals

Für Zigarren braucht man am Anfang etwas Geduld und ein Wissen. Ob eine Zigarre schmeckt, hängt vom richtigen Feuchtigkeitsgrad ab – sie sollten nicht zu trocken sein – und ob sie Ihrem Geschmack entspricht. Beratung ist sehr wichtig.

Wir empfehlen Ihnen, verschiedene Zigarren wie Wein zu verkosten, bis Sie die richtige für sich gefunden haben. Ist sie gefunden, wird der Zigarrenvorrat idealerweise im Humidor aufbewahrt, der sie wohl temperiert und feucht hält. Wer sich in der Frühphase des Zigarrenrauchens befindet, kann diese im Kühlschrank oder samt Zedernholzkiste im Weinkeller aufbewahren.

In den Zigarren-Clubs der Welt lässt sich eine Zigarre mit der Ruhe genießen, die man dafür braucht. Ein Glas Cognac oder Whisky sind exzellente Begleiter. Aber auch zu Hause, im Raucherzimmer oder in der Bibliothek mit einem interessanten Gesprächspartner oder einem guten Buch lässt sie sich entspannt zelebrieren.

 


Das Anzünden

Vor dem Anzünden der Zigarre muss mit einem langen Streichholz, einem Gasfeuerzeug oder einem Zedernspan ein etwas 3 Millimeter breiter Teil des Mundstücks mit dem Zigarrenschneider gekappt werden.

Dabei sollte sie senkrecht und ungefähr einen Zentimeter von der Flamme entfernt gehalten werden. Man beginnt vorne an den Außenkanten. Die Zigarre wird beim Anzünden gleichmäßig gedreht. Erst am Ende wird die Mitte der Zigarrenspitze angezündet. Das offene Mundstück muss zugehalten werden, um zu verhindern, dass Ruß in das Innere der Zigarre eindringt.

Das Ziel ist, dass die Zigarre am Ende gleichmäßig glimmt. Es gilt, das Ritual in Ruhe zu zelebrieren. Den Rauch einer Zigarre behält man im Mund und stößt ihn nach einer Weile wieder aus, sodass der Geschmack sich entfalten kann. Man genießt mehrere Züge, und kann sie immer wieder in Ruhe ablegen und dann weiter genießen.

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